5. Rapid.Tech holt Designer und Anwender nach Erfurt

17.03.2008

Dialoge in 3D stehen im Fokus der Fachmesse für Rapid-Technologie vom 27.-28. Mai 2008. Bereits zum fünften Mal setzen die Veranstalter auf den Dreiklang von praxisnaher Ausstellung, parallel laufender Anwendertagung und Konstrukteurstag.

Als Keynote-Speaker der Anwendertagung stellt Prof. Dr. Claus Mattheck vom Forschungszentrum Karlsruhe „Verborgene Gestaltgesetze der Natur“ vor. Ebenfalls renommiert und kompetent besetzt sind die einzelnen Sessions. Das Themenspektrum reicht von Vorträgen über die Fertigung von metallischen Komponenten und Kleinserien für Medizintechnik, Luftfahrt und Motorsport bis zur Oberflächenverbesserung im 3D-Druck mittels höherer Auflösung. Beachtung in der Fachwelt dürften beispielsweise die Berichte der Forschergruppe von INNOVENT e.V. aus Jena und des Beckmann-Institutes für Technologieentwicklung e.V. aus Lichtenstein finden. Sie beschäftigen sich mit der Entwicklung von biokompatiblen Pulver-Binder-Systemen für das 3D-Drucken von Implantaten. Ziel sind patientenspezifische Implantate mit individuell angepasster, komplexer Geometrie und Strukturierung, die sich möglichst exakt in den Knochendefekt einpassen lassen und damit zu einer Stabilisierung des Knochenlagers beitragen. Ebenfalls im Bereich Medizintechnik und auch im Maschinenbau kommen biofunktionelle Photopolymere für die generative Fertigung zum Einsatz. Wissenschaftler der TU Wien präsentieren dazu in Erfurt die Selective Laser Melting Technologie. Damit können inzwischen Edelstähle, Werkzeugstähle, Inconel, KobaltChrom, Titan und Titanlegierungen und Aluminiumlegierungen verarbeitet werden. Eine Schlüsselrolle spielen generative Herstellungsprozesse ebenfalls in der Automobilindustrie. Diplom-Ingenieur Nicolai Skrynecki von der BMW Group berichtet darüber, wie sich Rapid-Technologien bei der Prototypenherstellung gegenüber konventionellen Methoden etablieren.

Projekt Zukunft
Zum zweiten Mal wird auch der Student Design Award for Rapid Manufacturing vergeben. Die ersten zwanzig Anmeldungen von Studenten der Fachrichtungen Produktdesign, Architektur und Wirtschaftsingenieurwesen aus dem gesamten Bundesgebiet liegen bereits vor. Diese Zahl wird bis zum Abgabeschluss am 31. März 2008 noch ansteigen. Die Titel der Wettbewerbsarbeiten lassen auf visionäre Impulse hoffen. Was genau hinter Themen wie Luminaire, Metamorfosis Sin Fin oder Printables – Radiolarie steckt, wird die Rapid-Welt spätestens am 27. Mai wissen. Dann wählt die Fachjury auch die drei Siegerarbeiten des von der Messe Erfurt AG und der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) gemeinsam initiierten Preises aus. Die erstplatzierten Arbeiten werden in Kooperation mit namhaften Firmen produziert.

TOP