Treibende Innovationskraft

18.05.2010

Messe und Fachkongresse für Rapid-Technologie in Erfurt

Mit Einführung des ersten bürotauglichen HP Designjet 3D Printer vor wenigen Wochen könnte der Durchbruch für das additive Manufacturing vom Spezial- zum Massenmarkt gelingen. Davon ist Prof. Dr. Andreas Gebhardt vom CP – Centrum für Prototypenbau GmbH, Erkelenz, überzeugt. Den Stellenwert, den die so genannten Rapid-Technologien inzwischen besitzen, präsentiert derzeit die Fachmesse Rapid.Tech in Erfurt.

An der bereits in der siebten Auflage laufenden Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologien beteiligen sich in diesem Jahr 57 Aussteller und 347 Tagungsteilnehmer. Zwei integrierte Kongresse widmen sich zusätzlich den in diesem Technologiefeld typischen Spezialanwendungen. So verdeutlichen der 1. Fachkongress „Medizintechnik“ und der 2. Fachkongress „Rapid Prototyping in der Zahntechnik“ die wachsende Bedeutung der individuellen Fertigungstechnik. Implantationsoperationen werden im Vorfeld digital visualisiert und exakt auch mittels 3D-Modellierung geplant. Dank der 3D-Realtime-Navigation gelingt die Projektion der 3D-Daten während des Eingriffs direkt auf die betroffene Körperstelle des Patienten, so dass der Chirurg den Blick ständig kontrollierend im OP-Feld hat. Für den Patienten bedeuten diese Technologien mehr Therapiesicherheit und eine bessere Lebensqualität. „Inzwischen sind Operationen – auch minimal invasiv – möglich, die früher undenkbar gewesen wären“, berichtet Prof. Hans-Florian Zeilhofer vom Universitätsspital Basel. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Experten unterschiedlicher Fachrichtungen diskutiert er während der Rapid.Tech über die treibende Innovationskraft der Rapid-Technologien. Die Wechselwirkung zwischen Theorie und Praxis gelingt leicht vor Ort. Die in den Vorträgen und Workshops der Tagungen erworbenen theoretischen Erkenntnisse können die Teilnehmer in der Messehalle in der praktischen Umsetzung erleben. Hier ist auch der von der Firma alphacam vertriebene HP Designjet 3D Printer erstmals live in Mitteldeutschland zu erleben. Ebenfalls wird der mit 6000 Euro dotierte Nachwuchswettbewerb STUDENT DESIGN AWARD for Rapid Manufacturing wieder vergeben. Über 40 Studenten aus ganz Deutschland reichten ihre Arbeiten ein. Die fünf besten Ideen wurden produziert und sind während der Fachmesse zu sehen. Wer den ersten Preis in diesem von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und der Messe Erfurt initiierten Wettbewerb bekommt, wird Designpapst Christopher E. Bangle im Rahmen der heutigen Abendveranstaltung verkünden.

Weitere Informationen:
www.rapidtech.de

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