Rapid-Technologie fordert kluge Köpfe

26.01.2007

Vom Start weg ein Erfolg ist der Student Design Award for Rapid Manufacturing. 72 Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie den Nachbarländern Belgien, Frankreich und Polen werden bis 30. März ihre Arbeiten einreichen. Das Themenspektrum der Studentenarbeiten reicht von Modellen für Laufschuhe und Fahrradrahmen über Schmuck, Textildesign und Tischkultur bis hin zu Telekommunikation und Medizintechnik wie Protesen und Schutzhelme für Epilepsiekranke. Am 12. April kommt die hochkarätig besetzte Jury in Erfurt zusammen. Die fünf Juroren, darunter Janne Kyttänen von Freedom of creation, Prof. Dr. Raab von der Fachhochschule Coburg und Prof. Dr. Andreas Gebhardt von der Fachhochschule Aachen, wählen die fünf besten Arbeiten aus. Bewertungskriterien sind u.a. ganzheitliche Funktions- und Problemlösungskonzepte auf Basis generativer Verfahren, das Design und die Realisierbarkeit in Bezug auf Verfahren und Kosten. Letzterer Aspekt fällt sicherlich besonders ins Gewicht, denn die fünf besten Entwürfe werden bis zur Rapid.Tech im Mai mit Unterstützung der Firmen EOS, 3D Systems, CP-GmbH und der Uni Duisburg-Essen produziert. Ermöglicht wird der Student Design Award for Rapid Manufacturing durch die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT).
Ein Wettbewerbsteilnehmer ist Harald Cramer, der kurz vor dem Abschluss seines Studiums Industrial Design an der Hochschule Magdeburg-Stendal steht. In dem Student Design Award for Rapid Manufacturing sieht er eine gute Chance für Studierende, bereits während der Ausbildung die eigenen Kenntnisse besser einschätzen zu lernen: „Ich weiß, dass die Konkurrenz im späteren Berufsleben groß sein wird. Deshalb nutze ich diesen Wettbewerb, um meine Ideen unter realistischen Bedingungen zu testen und um Kontakte zu anderen Fachrichtungen zu knüpfen.“ Harald Cramer bewirbt sich mit einer technischen Konstruktion eines Zeitfahr-Rennrades namens ORYX – time trial bike. Innovativ daran ist die einseitige Radaufhängung und die nach innen verlagerte Kurbel. „Da ein Radwechsel bei einer Panne wertvolle Zeit kostet, kann jedes Rad über einen einfachen Knopf von nur einer Seite her abgezogen werden. Die Kurbel wurde ringförmig in den Rahmen integriert und umschließt das Kettenblatt. Das schützt vor Verletzungen und verbessert die Aerodynamik“, berichtet Cramer. Seine berufliche Zukunft sieht er in einer Designagentur und hofft wie alle Wettbewerbsteilnehmer auf eine weiterhin rasante Konjunktur des Marktes generativer Fertigungsverfahren.
Alle Siegerarbeiten werden als fertige Modelle während der Rapid.Tech – Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologie – vom 22. bis 23. Mai 2007 in Erfurt ausgestellt. Die offizielle Preisübergabe übernimmt Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz am Abend des ersten Messetages.

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