Additive Manufacturing – umfassendes Know-how, Trends und Technik

27.03.2014

11. Erfurter Rapid.Tech 2014 – Das komplette Spektrum der generativen Fertigung

Geht es um Additive Manufacturing beziehungsweise generative Fertigung und 3D-Drucken, zählt die Rapid.Tech zu den international bedeutendsten Veranstaltungen. Diese hohe Akzeptanz verdankt die Kongressmesse, die am 14. und 15. Mai 2014 zum 11. Mal in Erfurt stattfindet, ihrem besonders anwendernahen Konzept: Mit Anwendertagung, Konstrukteurstag, den Fachforen für Luftfahrt, Medizin- und Dentaltechnik sowie der Fachmesse ermöglicht sie Neueinsteigern und Experten, Forschern und Anwendern einen umfassenden Wissensaustausch – in Theorie und Praxis. Parallel zur Rapid.Tech wird vom 15. bis 17. Mai 2014 die zweite Deutsche Personal Fabrication Convention FabCon 3.D durchgeführt.

Nachhaltigkeit, Industrie 4.0, Individualisierung – eine Schlüsseltechnologie zur Umsetzung dieser globalen Trends in der Produktion ist Additive Manufacturing (AM). Voraussetzung, um das Potenzial von AM effektiv zu nutzen, sind umfassende Informationen über die neuesten Entwicklungen bei Materialien, Verfahren und Maschinen. „Generative Fertigungsverfahren werden branchenübergreifend immer relevanter und spielen in der Produktion eine immer wichtigere Rolle. Dies generiert einen immensen Bedarf an Information, aber auch an Erfahrungsaustausch und Diskussion“, berichtet Wieland Kniffka, Messechef in Erfurt. „Mit ihrem Mix aus Think Tank, Wissenstransfer und praxisorientierter Ausstellung setzt die Rapid.Tech hier Standards.“

Dies verdeutlicht auch das Programm der diesjährigen Veranstaltung am 14. und 15. Mai 2014 mit über 60 simultan übersetzten (Deutsch<>Englisch) Vorträgen von Referenten unter anderen aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, der Schweiz und Spanien. Das Auftaktreferat der Keynote-Session „The Future of 3D-Printing at Siemens“ thematisiert die rasante Entwicklung generativer Fertigungsverfahren in den letzten Jahren, zeigt das große Potential von AM für die Industrie auf und geht auf die Herausforderungen der erforderlichen Weiterentwicklung dieser innovativen Technologien ein. Die Notwendigkeiten der Standardisierung für eine Integration in die industrielle Fertigung werden ebenfalls beschrieben. „Additive Manufacturing – A Game Changer for the Manufacturing Industry?“ – eine provokante Frage, die Dr.-Ing. Bernhard Langefeld, Roland Berger Strategy Consultants, mit den Ergebnissen einer aktuellen Studie beantwortet. Ein neues industrielles Verfahren für die generative Fertigung, mit dem sich auch Hinterschnitte realisieren lassen, präsentiert Dr.-Ing. Oliver Keßling mit dem Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF). Eine innovative Lösung zur generativen Fertigung in Fertigteilqualität stellt Friedemann Lell, Sauer GmbH/DMG Mori Seiki, vor. In diese weltweit erste Hybridlösung wurden eine vollwertige 5-Achs-Fräsmaschine und das generative Laseraufbauverfahren integriert.

Die anschließenden themenspezifischen Fachforen „Luftfahrt“, „Medizintechnik“ und „CAD/CAM und Rapid Prototyping in der Zahntechnik“ sowie die Anwendertagung „Neue Technologien“ und der Konstrukteurstag bieten Insidern der jeweiligen Branchen Gelegenheit, neueste Anwendungen kennen zu lernen, Möglichkeiten generativer Verfahren in ihrem Fachgebiet zu diskutieren und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dies ermöglicht auch die Fachmesse, auf der rund 100 Aussteller zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen präsentieren.

Fachforum Luftfahrt – etablierte Verfahren und viel Potential

Welchen Stellenwert besitzt Additive Manufacturing in der Luftfahrt? Diese Frage beantwortet die erste Session dieser Veranstaltung, unter anderem mit dem Vortrag „Additive Manufacturing aus der Sicht von Boeing“. Aktuelle Anwendungen in der Luftfahrtindustrie wie beispielsweise die additive Herstellung hochbelasteter Hydraulikventilblöcke und die Serienfertigung von Triebwerksbauteilen mittels Metall-Lasersintern sind ebenfalls Inhalte des Fachforums. Die weiteren Vorträge der zweitägigen Veranstaltung thematisieren unter anderem RepAIR – Europäische Verbundforschung zum Einsatz von Additive Manufacturing in der Flugzeuginstandhaltung und Szenarien potentieller Veränderungen der MRO-Prozesse durch die Anwendung von AM. Vorgestellt werden auch die Möglichkeiten, die sich durch eine neue Software für die additive Herstellung von Gitterstrukturen eröffnen. Darüber hinaus findet sich das Thema Zertifizierungen im Luftfahrtsektor und ökonomische Aspekte und Einflussfaktoren der additiven Fertigung im Programm.

Fachforum Medizintechnik – neue Möglichkeiten für individuelle Lösungen

Neue Entwicklungen bei der generativen Fertigung von Knochenersatz ist ein Thema, mit dem sich das Fachforum Medizintechnik beschäftigt. Dabei geht es beispielsweise um die Herstellung und Wirkstoffmodifikation keramischer Implantate mittels des 3D-Pulverdrucks ebenso wie um den 3D-Druck von calciumphosphat-basiertem Knochenersatz und das Postprocessing von 3D-gedruckten, keramischen Knochenersatzstrukturen. Darüber hinaus wird ein Verfahren für das selektive Lasermikroschmelzen von Platin-Iridium vorgestellt. Die Session „Klinische Anwendungen“ bietet unter anderem Informationen über die Vor- und Nachteile von computergestützten, orthopädischen Operationen mit patienten-spezifischen Zielvorrichtungen. OP-Planungen, Visualisierungen und Implantatherstellung sind weitere Bereiche, die bei der zweitägigen Veranstaltung auf dem Programm stehen.

CAD/CAM und Rapid Prototyping in der Zahntechnik – Neues mit Biss

Generative Fertigungsverfahren haben sich in der Zahntechnik bereits etabliert und die Möglichkeiten der digitalen Fertigung wachsen kontinuierlich. Das Fachforum CAD/CAM und Rapid Prototyping in der Zahntechnik bietet einen fundierten und repräsentativen Überblick über innovative Entwicklungen und aktuelle Trends aus dem Bereich Additive Manufacturing für die Zahntechnik. In den Vorträgen werden neue Materialien, Herstellungsverfahren sowie Werkezuge, Behandlungsmethoden und Anwendungen vorgestellt. Darüber hinaus geht es um Fragen der Wirtschaftlichkeit, der Kommunikation und um Standards.

Anwendertagung – neue Technologien kennenlernen


Mit dem zunehmenden Einsatz generativer Fertigungsverfahren in der Serienproduktion wächst auch die Auswahl an Verfahren, Prozessen und Maschinen. Diese neuen Entwicklungen werden bei der Anwendertagung „Neue Technologien“ vorgestellt und diskutiert. Das Thema Materialien für das Additive Manufacturing steht ebenfalls auf der Agenda und auch Lösungen für die Prozesssimulation und das Monitoring werden präsentiert. Energie- und Ressourceneffizienz – eine Anforderung in der Produktion, die auch an generative Fertigungsverfahren gestellt wird – dazu bietet die zweitägige Anwendertagung ebenfalls Informationen und Lösungen. Darüber hinaus werden Informationen zu innovativen Businessmodellen und Best Practice Beispiele für das Additive Manufacturing gegeben.

Konstrukteurstag – Werkzeuge zur Nutzung neuer Freiheiten

Nahezu unbegrenzte gestalterische und konstruktive Freiheit - einer der größten Vorteile des Additive Manufacturing und gleichzeitig eine der größten Herausforderungen. Die Konstruktion generativ gefertigter Bauteile unterliegt anderen Regeln. Damit beschäftigen sich die Vorträge des Konstrukteurstags am 15 Mai 2014. So geht es unter anderem um die Erweiterung des Gültigkeitsbereiches zuvor erarbeiteter Konstruktionsregeln für verschiedene Randbedingungen beim Lasersintern. Referate zur Produktentwicklung durch Kombination von Topologieoptimierung, Rapid Prototyping und Feinguss sowie zur belastungsgerechten Auslegung von Sandwichbauteilen für die generative Fertigung stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Veranstaltung informiert unter anderem auch über die Methodik für die fertigungsgerechte Konstruktion von laseradditiv gefertigten bionischen Leichtbaustrukturen aus der Titanlegierung TiAl6V4.

FabCon 3.D – 3D-Druck für Consumerbereich und Industrie

Vom 15. bis 17. Mai 2014 findet in der Messe Erfurt auch die zweite deutsche Personal Fabrication Convention FabCon 3.D statt. Zahlreiche Aussteller präsentieren aktuelle Entwicklungen und Produkte aus dem 3D-Druck-Sektor für Unternehmer, Designer, Bastler und alle Interessierten. Die Kombination mit der Rapid.Tech am „Industrial Day“ (15. Mai 2014) eröffnet Fans und Fachleuten einen „grenzüberschreitenden“ Austausch und Einblicke in die neuesten Entwicklungen im Consumerbereich der Trendtechnologie 3D-Druck.

Weitere Informationen über die Rapid.Tech, das Programm von  Anwendertagung, Konstrukteurstag und den Fachforen sowie über die FabCon 3.D sowie sind unter www.rapidtech.de abrufbar.

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