Rapid.Tech 2014: Anwendertagung – Neue Technologien

30.04.2014

Das Potential generativer Fertigungsverfahren erfolgreich nutzen

Die Erfurter Rapid.Tech ist am 14. und 15. Mai 2014 bereits zum 11. Mal Treffpunkt für Einsteiger und Experten, Forscher und Anwender, um neueste Ergebnisse, Trends und Möglichkeiten generativer Fertigungsverfahren kennen zu lernen und zu diskutieren. Dabei ermöglicht die enge Verzahnung von Fachmesse und Anwendertagung einen besonders intensiven und umfassenden Wissensaustausch in Theorie und Praxis. Bei der diesjährigen „Anwendertagung – Neue Technologien“ steht die Umsetzung neuester Entwicklungen bei Fertigungsverfahren, Materialien und Software in reale Anwendungen und Businessmodelle in unterschiedlichen Branchen im Mittelpunkt.

Additive Manufacturing (AM) ist eine der Schlüsseltechnologien zur Umsetzung globaler Megatrends wie Individualisierung, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit. Kein Wunder also, dass die Möglichkeiten generativer Fertigungsverfahren ständig durch neue Technologien und Materialien erweitert werden. „Die Entwicklung des Additive Manufacturing schreitet mit Riesenschritten voran und erobert sich immer neue Anwendungsfelder in ganz unterschiedlichen Branchen. Durch AM verschmelzen Bereiche, die früher nichts miteinander zu tun hatten. Wer da nicht am Ball bleibt, ist schnell im Abseits“, erklärt Antonius Köster, Geschäftsführer der Antonius Köster GmbH und verantwortlich für das Programm der diesjährigen „Anwendertagung“ am 14. und 15. Mai.
Dies verdeutlicht auch der erste von vier Keynote-Speakern, Dr. Olaf Rehme, in seinem Vortrag „The Future of 3D-Printing at Siemens“, in dem er die rasante Entwicklung generativer Fertigungsverfahren in den letzten Jahren thematisiert. Darüber hinaus beleuchtet Rehme das große Potential von AM für die Industrie auf und geht auf die Herausforderungen der erforderlichen Weiterentwicklung dieser innovativen Technologien ebenso ein wie auf die Notwendigkeiten der Standardisierung für eine Integration in die industrielle Fertigung. Zur Untersuchung der Designgrenzen generativer Fertigungsverfahren wird eine neue entwickelte Teststruktur für eine fertigungsgerechte Bauteilkonstruktion vorgestellt. Geht es um große Stückzahlen und die Miniaturisierung von Bauteilen, stoßen generative Fertigungsverfahren heute üblicherweise noch an Limits. Mit dem 3D-Siebdruck wird eine Technologie präsentiert, welche die generative Massenproduktion miniaturisierter Teile ermöglicht. Die Möglichkeiten zur additiven Herstellung großformatiger, heterogener architektonischer Bauteile werden in einem weiteren Referat beschrieben. Neue Perspektiven im AM ergeben sich auch durch das e-Colouring. Mit der innovativen und umweltschonenden Technologie lassen sich Kunststoff-Lasersinterteile nach der Fertigung nahezu beliebig färben. Die Teile behalten dabei ihre geometrischen, mechanischen und thermischen Eigenschaften. Ein Vortrag informiert über ein neues 3D-Druckverfahren für die Verarbeitung von Aluminiumoxid und Siliciumcarbid. Dadurch wird es möglich, keramische Formkörper, beispielsweise für Heißgasmischer, generativ herzustellen. Auf der Agenda stehen Anwenderberichte, beispielsweise über die Einsatzmöglichkeiten generativ gefertigter Komponenten zur Absicherung von Bauteilen im Fahrzeugcockpit bei BMW. Weitere Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit Open Source Hardware, neuen Drucktechnologien und Softwareentwicklungen.

Rapid.Tech 2014 – das komplette Spektrum der generativen Fertigung

Neben der „Anwendertagung – Neue Technologien“ wird es bei der Rapid.Tech 2014 Foren zur Medizin- und Zahntechnik sowie Luftfahrt und den Konstrukteurstag geben. Umfassende Informationen über die neuesten Entwicklungen bei Materialien, Verfahren und Maschinen bietet die Rapid.Tech auch durch die Fachmesse. „Generative Fertigungsverfahren werden branchenübergreifend immer relevanter und spielen in der Produktion eine immer wichtigere Rolle. Dies generiert einen immensen Bedarf an Information, aber auch an Erfahrungsaustausch und Diskussion“, erklärt Wieland Kniffka, Messechef in Erfurt. „Mit ihrem Mix aus Think Tank, Wissenstransfer und praxisorientierter Ausstellung setzt die Rapid.Tech hier Standards.“

FabCon 3.D – 3D-Druck für Consumerbereich und Industrie


Vom 15. bis 17. Mai 2014 findet in der Messe Erfurt auch die zweite deutsche Personal Fabrication Convention FabCon 3.D statt. Zahlreiche Aussteller präsentieren aktuelle Entwicklungen und Produkte aus dem 3D-Druck-Sektor für Unternehmer, Designer, Bastler und alle Interessierten. Die Kombination mit der Rapid.Tech am „Industrial Day“ (15. Mai 2014) eröffnet Fans und Fachleuten einen „grenzüberschreitenden“ Austausch und Einblicke in die neuesten Entwicklungen im Consumerbereich der Trendtechnologie 3D-Druck.

Das vollständige Programm der „Anwendertagung – Neue Technologien“ sowie weitere Informationen über die Rapid.Tech und die FabCon 3.D sind unter www.rapidtech.de und www.fabcon-germany.com abrufbar.

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